Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Andreas Hofer Hof

von 1897 e. V.

 

Die Geschichte der ZSG Andreas Hofer von 1897 e.V. Hof


Gründung der Gesellschaft


Ein kleiner Kreis von 13 Anhängern des Schießsports gründete am 9.Mai 1897 den „Zimmerstutzen-Club Andreas Hofer" in Hof. Der 1. Vorstand der Gesellschaft war Johannes Spiegel. Man legte Wert darauf, ein unpolitischer Verein zu sein!

Die Aufnahmegebühr wurde auf 1 Mark und 30 Pfennige festgelegt!

Das erste Vereinsheim lag in der Gaststätte „Luisenburg“. Da es hier sehr eng war, wurde in den ersten Vereinsjahren dreimal in größere Schießstände umgezogen. Am 1. November 1906 fand man im „Tiefen Keller“ in der Sedanstrasse eine erste bleibende Heimat. Im selben Jahr wurde der erste eigene Schießstand im Garten der Gaststätte erbaut. Im Jahr 1907 wurde er zusammen mit der Weihe der ersten Vereinsfahne, seiner Bestimmung übergeben.

Dieser Schießstand wurde dann bis 1924 so weit ausgebaut, dass er dann bis in die 60er Jahre seine guten Dienste tat.


Verdienste für den Zimmerstutzen-Schützenbund


Die Namen Hans Michel, Alwin Sammer und Hans Kropf waren und sind heute noch bekannt unter den oberfränkischen Schützen. Hans Kropf war es, der die Scheibenstände ausbaute und verbesserte. Die Teilnehmerzahl an unserem Hauptschießen wuchs stetig, bis es zu den bestbesuchtesten Schießen im Oberfränkischen Zimmerstutzen-Schützenbund wurde. Auch das vor allem ein Verdienst der o.g. Schützen.

Ab 1928 schoß der Oberfränkische Zimmerstutzen-Schützenbund eine eigene Bundesmeisterschaft aus. Unsere Mannschaft wurde in den Jahren 1929, 1932 und 1933 erster Bundesmeister!

Da das 25jährige Vereinsjubiläum der Inflation zum Opfer viel, wurde das 30jährige mit einem großen Festschießen gefeiert.

1931 führte unsere Gesellschaft das 16. oberfränkische Zimmerstutzen- Bundesschießen durch. Im großen festlichen Rahmen, verbunden mit einem achttägigen Volksfest, wurde es auf dem Volksfestplatz durchgeführt. Am Schießen beteiligten sich 437 Schützen aus ganz Nordbayern.

1937, zum 40jährigen Bestehen, wurde wieder groß gefeiert. Die Festlichkeiten wurden auf dem Volksfestplatz mit seiner großen Halle (der ehemaligen Freiheitshalle) abgehalten. Geschossen wurde auf 30 neu errichteten Schießständen beim städtischen Schützenhaus.

Alwin Sammer konnte bei diesem Schießen die wertvolle Jubiläumsscheibe  erringen.


Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg


Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die „Andreas Hofer Schützen“ aufgelöst und ein Verbot aller sportlichen Schießen durch die Alliierten erlassen. Nachdem 1951 das Verbot aufgehoben wurde, gründeten sich allenthalben wieder Schützenvereine, so auch die Andreas Hofer Schützen. Sie wurden Mitglied im Bayerischen Sportschützenbund. Alwin Sammer nahm mit seinen Schützenfreunden, Schützenmeister Karl Schubert und Kassier Hans Hofmann wieder tatkräftig das Heft in die Hand. Im Jahre 1955 errang Alwin Sammer als nunmehr 74jähriger die erste Stadtmeisterschaft der Senioren!


Ein Stück „Geschichte“ des Vereins scheidet aus


1956 legte das verdiente Mitglied der Gesellschaft, Alwin Sammer, seinen Vorstand aus Altersgründen nieder und übergab das Amt an seinen langjährigen Schriftführer Max Koppmeier.

1957 wurde das einzige noch lebende Gründungsmitglied der Gesellschaft, Georg Burkel, zum Ehrenmitglied ernannt.

1959 zählte die Gesellschaft 90 Mitglieder. Karl Schubert, 1.Schützenmeister und Ehrenschützenmeister scheidet nach 30jähriger Vereinszugehörigkeit durch einen Wohnungswechsel nach Nürnberg aus der Gesellschaft aus.

1964 dankte die Gesellschaft, anlässlich seines 70. Geburtstages Heinrich Popp für 40 Jahre aktive Schützenzeit und für seine Arbeit als Schriftführer.

1966 hatte das Mitglied Ernst Puschert doppeltes Glück. Einen Tag nach seiner Hochzeit wurde er auch noch Schützenkönig.

1969 wurde erstmals ein Stadtschützenkönig ermittelt. Diese Würde errang Karl-Heinz Gerber mit einem 7 Teiler! Zusätzlich wurde er auch noch Stadtmeister.


1971 verstarb, einen Tag vor seinem 90. Geburtstag der Ehrenvorsitzende Alwin Sammer. Er widmete 60 Jahre seines Lebens dem geliebten Schießsport. Seine Dynamik, sein voller Einsatz für die Schützensache werden unvergessen bleiben.

1974 trat nach 19jähriger Vorstandstätigkeit Max Koppmeier von seinem Amt zurück und legte die Geschicke des Vereins in die Hände von Ernst Böhm. Der scheidende Vorsitzende wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er blieb bis zu seinem Tod 1985 der Gesellschaft aktiv und treu verbunden.


Auszug aus dem „Tiefen Keller“


Durch Verkauf der Gebäude und Grundstücke muß sich der Verein 1976 ein neues Domizil suchen. In der Gaststätte „Zur Linde“ fand man eine neue Heimat und richtete im Saal einen neuen Schießstand ein.


Angebot im Sportschiessen wird erweitert


Durch die Anschaffung von Luftpistolen und einem Kleinkalibergewehr wurden die Möglichkeiten sich schießsportlich zu betätigen erweitert. Das fand in den Folgejahren seinen Niederschlag in guten Schießergebnissen bei Stadt- , Gau- und Bezirksmeisterschaften. So errangen Ernst Puschert und Karl-Heinz Gerber vordere Plätze bei den bayerischen und deutschen Mannschaftsmeisterschaften.

1982 wurde eine Biathlonabteilung ins Leben gerufen. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Zollverwaltung Hof konnten die räumlichen Bedingungen für diese Sportart geschaffen werden.


Die weitere Entwicklung der Gesellschaft


1985 übergab Ernst Böhm die Verantwortung als 1. Vorsitzender an Adolf Frank.

1986 wurde eine Armbrust angeschaftt.

1987 wurde das 90jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Veranstaltungsort war das katholische Vereinshaus.

1989 begannen die Vorbereitungen um das Projekt „eigenes Schützenhaus“ in die Tat umzusetzen. Zuerst musste aber ein geeignetes Grundstück gefunden werden. Nach langen Diskussionen entschied man sich per Vereinsbeschluß für das Gelände auf den Seligen wiesen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Unterstützung des damaligen Besitzers der „Zeltbräu“ beim Erwerb des benötigten Grundstückes.

1992 begann der Bau. Obwohl in der Zeit nach der Grenzöffnung viele zugesagte Fördergelder ausblieben, gelang es den Andreas Hofer Schützen, allen voran dem 1. Vorstand Adolf Frank, das Bauvorhaben durchzuziehen und zu einem glücklichen Ende zu bringen.

Mit seiner ausgeglichenen und ruhigen Wesensart gelang es Adolf Frank immer wieder, fleißige Helfer um sich zu scharen. Die geleisteten 12000 freiwilligen Arbeitsstunden sprechen allein für sich!

1994 im Frühjahr, war es dann endlich so weit. Die „Andreas Hofer“ konnten ihr erstes eigenes Schützenhaus ihrer Vereinsgeschichte einweihen.

1997 wurde im großen Rahmen das 100jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Unter Federführung des 2. Vorsitzenden Herbert Herpolsheimer wurde ein Festausschuß gegründet. Mit der Unterstützung aller Vereinsmitglieder gelang es über 3 Tage eine großartige Veranstaltung abzuhalten.

Im Jahre 2000 stellte sich Adolf Frank aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 1.Vorsitzender zur Wahl. Sein Nachfolger wurde Thomas Rupprecht. Wenige Monate später verstarb Adolf Frank. Seine Leistungen im Zusammenhang mit dem Schiesshausbau und der Feier zum 100jährigen Vereinsjubiläum werden unvergessen bleiben.

Nach 22 Jahren als 1. Schützenmeister der Gesellschaft gab Werner Heinrich seine Position an Jüngere weiter und wurde durch Vorstand und Ausschuss zum Ehrenschützenmeister ernannt. 

2012 verlagert die Schützenabteilung des PTSV Hof ihre Trainingstätte in das Schützenhaus der Andreas Hofer Schützen!

Ab 2013 wird unser Schützenhaus regelmäßig zum Gaujugendtraining genutzt. Aus dem Gau Nord-Ost Oberfranken nehmen Samstags eine Auswahl von Jugendlichen an den speziellen Trainings teil.

Nach vielen erfolglosen Jahren errang unser 1. Vorsitzender Thomas Rupprecht am 15.06.2014 beim traditionellen Schlappenschießen im Schießgraben den ersten Platz und am 16.06.14 erfolgte die Proklamation zum Schlappenkönig 2014 vor dem Hofer Rathaus durch den Schützenkommisar und Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner.

Im Januar 2015 begann der Umbau der Schießanlagen wegen neuer Sicherheitsbestimmungen. Die Dank großen Einsatzes der Mitglieder anfang Februar abgeschlossen wurden. Hier wurden u. a. die Holzwände mit Rigips verkleidet und neu gestrichen.

Im August verstarb unser Ehrenschützenmeister Werner Heinrich, der 22 Jahre                 1. Schützenmeister war.

Im Sommer 2017 hat die Schützenabteilung des PTSV beschlossen zurück ins Postsportheim zu gehen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns neue vollelektronische Schiessstände angeschafft. Auch mit Lichtpunktgewehren kann darauf trainiert werden.

Anlässlich der 120 Jahr Feier, wurden diese Schiessstände eingeweiht. OB Dr. Harald Fichtner gab den symbolischen 1. Schuss ab!